Vielfalt am Markt der Eisenpräparate. Welches ist das Richtige für mich?
Eisenmangel Ratgeber
Auf dem Markt gibt es unzählige Eisenpräparate? Aber welches ist nun das Richtige?
Das Sortiment der angebotenen Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen ist nahezu grenzenlos. Es stellt sich die Frage, welches Produkt das Richtige ist. Hier erfährst du, worauf du achten solltest.
Inhaltsstoffe
Hinter der Bezeichnung Eisen verbergen sich mehrere biochemische Verbindungen. Eisencarbonat, Eisencitrat, Eisenammoniumcitrat, Eisengluconat, Eisenfumarat, Eisennatriumdiphosphat, Eisenlactat, Eisensulphat, Eisendiphosphat (Eisenpyrophosphat), Eisensaccharat und elementares Eisen. Alle diese Verbindungen dürfen in Nahrungsergänzungsmitteln laut Richtlinien der EU enthalten sein.1
Nicht alle Verbindungen tragen effektiv zur Eisenversorgung bei
Die Verbindungen Eisensulphat und Eisenfumarat haben eine relative Bioverfügbarkeit von 100. Das bedeutet, sie werden sehr gut im Darm aufgenommen. Eisengluconat, Eisensaccharat und Eisendiphosphat (Eisenpyrophosphat) haben immerhin eine relative Bioverfügbarkeit von mehr als 74. Es wird immer noch ein großer Anteil des Eisens im Darm aufgenommen.
Eisenammoniumcitrat, Eisenlactat und elementares Eisen werden hingegen in deutlich geringeren Mengen im Darm verwertet und zu einem großen Anteil einfach wieder mit dem Stuhl ausgeschieden.2
Verschiedene Designs
Eisenpräparate gibt es in allen Farben und Formen. Es gibt sie als Tropfen, Tabletten, Lutschtabletten, Öl, Granulat und als Pulver.
Die meisten Frauen haben bereits ein- oder mehrere Male in Ihrem Leben ein Präparat, meist in Tablettenform, verschrieben bekommen. Es ist keine Seltenheit, dass die Einnahme oft mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden einher geht.
Auch der charakteristische „blutige“ Eisengeschmack macht sich bei vielen Produkten bemerkbar.
Diese Eisenform ist besonders verträglich
Die Praxis der Anwendung hat gezeigt, dass Präparate in Pulverform mit Geschmacksstoffen sehr angenehm schmecken. Noch dazu gibt es einige Produkte, die eine Mikroverkapselung um das Eisen haben. Dadurch wird das umhüllte Eisen zunächst in den Dünndarm transportiert und dort langsam Stück für Stück verfügbar und vom Darm aufgenommen. Ähnlich wie es auch passiert, wenn Eisen in der Nahrung enthalten ist. Dadurch ist es sehr gut verträglich. Ein Beispiel ist das mikroverkapselte Eisenfumarat. Wichtig ist auch, dass es in der verkapselten Form genau so gut wie ohne Verkapselung im Darm aufgenommen wird.2
Quellen
(1) Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union (10.06.2002) Richtline 2002/46/EG zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel.
(2) World Health Organisation and Food and Agricultural Organisation of the United Nations Guidelines on food fortification with micronutrients. 2006.